Dienstag, 30. Januar 2018

Marktplatz - Ecke Hauptstraße: Rettet, was zu retten ist!

Heute drei Ansichtskarten, die zeigen, was schützenswert ist. Denn auch wenn man sich der drohenden Gefahr am Marktplatz bewusst ist, so können diese Ansichtskarten zeigen, was bereits verloren ist und mahnend auf notwendiges Handeln hinweisen.

In der ersten Postkarte von 1904 steht es noch: Das Haus ganz rechts, Ecke Klostergasse... sehen sie es? Verloren!

Ansichtskarte von 1904: Verlag - Gebrüder Metz, Tübingen.

Das Eckhaus (zur Zeit günstiges Bekleidungsgeschäft) und die zwei benachbarten Fachwerkhäuser  (Bioladen und Reisebüro) stehen auch heute noch, aber dann... heute eine Straße, die sehr stark von den Gebäuden der Nachkriegszeit geprägt ist.

Ansichtskarte, gelaufen 1926: Graphische Verlags-Anstalt G.m.b.H. Dresden-Blasewitz

Diese Ansicht lässt bereits den veränderten Baubestand anhand der Giebel erkennen, auch am Kloster ist der Giebel und der Glockenturm anders... 


Ansichtskarte um 1960: Verlag Gebrüder Metz, Tübingen.

Hoffen wir, dass es den verbliebenen alten Häusern Bensheims nicht so geht, wie dem Eckhaus "Marktplatz, Ecke Klostergasse". Hoffen wir, dass Kultur vor Kommerz geht... sonst sehen die Postkarten in ein paar Jahren an dieser Ecke Bensheims noch trauriger aus.

Montag, 1. Januar 2018

Grieselstraße anno 1983 - Weingut Mohr

Die Grieselstraße in Bensheim in Blickrichtung Nord. Die Grieselstraße erfuhr in den 1980er Jahren erhebliche Veränderungen, so auch im Bereich der Häuser 53 und 55.

Heute befindet sich hier die - aktuelle - beliebte Gutsschänke Mohr sowie die Halle für den Winzerbetrieb.


BIAB_Stadtarchiv_Grieselstrasse_009.jpg; Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Blick in die Grieselstraße Richtung Norden auf das damalige Anwesen "Weingut Mohr" im Jahre 1983. Foto: Dietmar Funck; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich 2017.

Freitag, 1. Dezember 2017

Grieselstraße 33 und 31 im Juli 1982 - Es war einmal

Heute zwei Bilder, die die ursprüngliche Bebauung im Bereich der Grieselstraße zeigen. Das Haus 33 steht noch, aber es dauert nicht mehr lange und es wird durch einen Neubau ersetzt, darum hat der damalige Stadtarchivar Diether Blüm das Foto geschossen und entsprechend beschriftet.
  • Er beschreibt die Lage des Hauses als Grieselstraße, Ecke Raabgasse. Dies wäre das heute vom Kaufhaus Ganz bebaute Gebiet. Die Hausnummer 31 wäre somit die heutige Einfahrt zum Parkhaus Ganz und auf dem Grundstück des Hauses 33 ist heute ein Parkplatz.
  • Nach der Veröffentlichung der Bilder in den sozialen Medien meldete sich eine Griesel-Bewohnerin. Sie meint, dass die Angabe auf der Rückseite nicht stimme und es sich in der Tat um die Hausnummer 33 handele, also die Stelle auf der sich heute die Speisegaststätte "Haus Büttner" befindet. Weitere Rückmeldungen bestätigten diesen Sachverhalt.
Vielen Dank für die Rückmeldung, denn nur so lässt sich die Historie von Bildern sichern und somit das eigentliche Ziel dieser Homepage auch umsetzen.

Viele der Häuser im Griesel ähneln bzw. ähnelten diesem Haus. Siehe auch den letzten Beitrag.



Grieselstraße 33 laut Bildbeschreibung auf Rückseite (falsch)


Grieselstraße 33 (richtig)

Samstag, 28. Oktober 2017

Grieselstraße 37 und 39 im März 1987 - kurz vor dem Abriss

Sind wir schon so alt, oder ist es schon so lange her, dass diese zwei Bilder so fremd wirken?
Es handelt sich um die Grieselstraße 37 und 39 und die Aufnahmen stammen vom März 1987. Die Schilder und Aufschriften verraten die Nutzung dieser Gebäude.

Die Grieselstraße 37 war der Gasthof "Zum Backe-Bergel", betrieben von Anni Paul und später vom "roten Häuptling mit seiner Frau Gerda". Wie das Schild verrät war der Eingang um die Ecke. Zudem verweist ein weiteres Schild auf "Petermann WEINBAU / Eigene Schlachtung".

Die Grieselstraße 39 beherbergte ein Brautmodengeschäft, welches zur Wäscherei Reinhard gehörte.

Und diese Details erst: Die alten Kaugummiautomaten, die nach Einwurf von ein paar Groschen (Anmerkung für die jungen Besucher der Homepage: Das waren 10 Pfennigmünzen der alten Währung, also der Deutschen Mark - entspricht dem 10-Cent Stück)  grenzwertig überalterte Süßwaren ausspukten... Ach ja, wir sind alt geworden!


BIAB_Stadtarchiv_Grieselstrasse_008.jpg; Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Das Anwesen Grieselstraße 37 in Bensheim im März 1987. Blickrichtung Süden. Gasthof "Zum Backe-Bergel" A. Paul. Aufnahme: Dietmar Funck; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon-Stoll-Berberich 2017.


BIAB_Stadtarchiv_Grieselstrasse_007.jpg; Quelle: Stadtarchiv Bensheim; Das Anwesen Grieselstraße 39 in Bensheim im März 1987. Blickrichtung Norden. Aufnahme von Dietmar Funck; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon-Stoll-Berberich 2017.